Schwein Luna

Luna Rosa erblickte am 13. August 2016 zusammen mit 9 Geschwistern das Licht der Welt. Ihr Mami Nancy war ein Zuchtschwein aus einem Naturafarm-Zuchtbetrieb. In ihrem jungen Alter von erst 3 Jahren (geb. am 06.06.2013) hatte Nancy schon 5mal Junge.

Lunas Schicksal war eigentlich schon besiegelt, sie wäre im Alter von nur 3 Wochen von ihrem Mami weg genommen und in die Mast weiter gegeben worden. Nach nur einem halben Jahr hätte sie ein Gewicht von 100 kg erreicht und wäre damit “schlachtreif” gewesen. Doch zum Glück kam es ganz anders! Denn Lunas Mami Nancy hatte ein markantes Kennzeichen: ihre heraushängende Zunge! Diese Eigenart machte eine Mitarbeiterin des Zuchtbetriebes auf Nancy aufmerksam. Und einmal mit ihr in Kontakt getreten konnte man nicht anders als sich zu verlieben.

Wir konnten damals Nancy und zwei ihrer Jungen bei uns aufzunehmen. Luna und ihr Bruder Momo waren eher schwächlich und erhielten so die Chance auf ein unversehrtes, schweineglückliches Leben, da sie es wohl in der Mast nicht geschafft hätten zu überleben.

Im “Tiergeflüster” war Mama Nancy auch schon. Zum Medienbericht.

Ein Jahr später kamen die Kameras nochmals. Zum 2. Medienbericht.

Im Mai 2018 mussten wir dann leider die Schweinemutter Nancy über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Die Zucht auf möglichst viel Fleisch-Ertrag hat grosse Nebenwirkungen für die Tiere: Sie sind nicht mehr in der Lage, ein natürliches Alter zu erreichen. Die kurzen Beine der Schweine haben Mühe, die genetisch herangezüchtete Masse zu tragen. Obwohl wir bei unseren Schweinen immer sehr darauf achten, dass sie schön schlank bleiben, hatte Luna schon relativ früh mit Arthrose in den Vorderbeinen zu kämpfen. Natürlich gaben wir ihr deshalb Schmerzmittel und Entzündungshemmer und behandelten sie zudem auf alternative Weise.

Durch ihr Gewicht und wohl ein falsches Auftreten ist ihr dann leider eine Afterklaue am Hinterbein abgebrochen und es hat sich trotz Antibiotika eine Entzündung gebildet, welche sich das ganze Hinterbein hoch gezogen hat. Als sie dann am Morgen des 17.12.20 nicht mehr aufstehen konnte und grosse Schmerzen hatte, war der Fall leider klar: Wir mussten auch sie gehen lassen.

Wir möchten uns ganz herzlichen bei der behandelnden Tierärztin Verena Bracher bedanken. Sie hat sich auch für das Einschläfern extrem viel Zeit genommen, sodass wir in aller Ruhe und ohne Stress Luna verabschieden konnten.