Henne Kiki

Kiki konnten wir mit 5 anderen Hennen an einer Übergabestelle gut verpackt in einer gepolsterten und mit Luftlöchern versehenen Kartonschschachtel abholen. Kiki kam von einem Bauern, der einigen Hühnern ein zweites Leben im Glück ermöglichen wollte: Ausserhalb seines Hochleistungsbetriebes… Er verschenkte über 1000 Hühner nach deren Ausnutzung als Saisonarbeiterinnen. Leider ist es nie möglich allen Hühnern dieses zweite, schöne Leben zu ermöglichen. Und es sind jeweils über 1000 Hennen von einem Bauern! Mittlerweile geben mehrere Bauern ihre Hühner weg nach der Ausnützung.
Wir nehmen wenn immer möglich wieder Gruppenweise solcher Hennen bei uns auf. Dies machen auch andere Lebenshöfe und Private – zum Glück!

Habt ihr gewusst das die Eltern von Kiki und den andern Hochleistungsarbeiterinnen nur so viele Eier im Jahr legen, weil sie speziell dafür gezüchtet wurden? Alle Mamas und Papas dieser „Hybridhühner“ stammen aus einem von vier „Produktionsstätten“ in Deutschland, Holland, Frankreich und Ungarn wo die Mamas in engen Käfigen auf Gitterböden sitzen und täglich künstlich befruchtet werden. Je nach Land, wo die jungen Arbeitshennen hin geliefert werden – ob Europa oder Asien – sind andere Kriterien (Eiergrösse, Farbe, Beinlänge, Grösse,…) gefragt. Da es Inzuchten sind wird die Leistung gesteigert – aber: Man kann die Tiere nicht weiter züchten mit der selben Legeleistung: Die Bauern werden also total abhängig gemacht von diesen grossen vier Inzuchtzüchtern.
Die Eier werden dann in spezielle Brutbetriebe gebracht und dort künstlich (wie auch anders?) ausgebrütet!
Nach dem Schlupf werden die männlichen Eintagskücken (die Hälfte aller Kücken) direkt vergast oder geschreddert und enden als Schlangen-/Reptienfutter oder – da es einfach zu viele gibt – ganz einfach entsorgt. Die Mädchen kommen dann in mehrere Aufzuchtbetriebe – meist im Land der Endnutzung. Mach 17 Wochen kommen sie zum Bauern der die Eier verkaufen will.
Die Hennen legen jeden Tag ein Ei bis zu ihrer Mauser (Federwechsel) im Herbst. Die Mauser braucht so viel Energie dass die Eier weniger mit Nährstoffen versorgt werden, die Eierschale brüchig wird und die Hühner nicht mehr jeden Tag legen. Da die Mauser drei laaaaange Wochen andauert ist das Huhn dann nicht mehr rentabel und es wird vor der Mauser durch neue Arbeiterinnen ersetzt. Da niemand diese ausgelaugten Hennen haben möchte, werden sie dann entsorgt. Kiki hatte aber Glück und darf auf dem Lebenshof ein schönes, zweites Leben führen.

Kiki ist das einzige Huhn, welches mehrere Paten hat: Sie ist in jeder Hinsicht etwas ganz besonderes!
Mit einer Spende ab CHF 5 pro Monat (ab 60.- im Jahr) übernehmen Sie eine Patenschaft für Kiki. Natürlich darf man auch mehr geben 😉 , denn der Beitrag für Kiki hilft uns, weitere Hühner zu retten!

Direkt einbezahlen oder Einzahlungsschein anfordern:
Post-Kontonummer: 60-253832-4
IBAN: CH55 0900 0000 6025 3832 4
Verein Treffpunkt Tier-Mensch, 8194 Hüntwangen

Patenschaft abschliessen:

Die Patenschaft ist ein Geschenk: